Roggenflue - die Bise im Nacken

Mit mehrheitlich blauem Himmel und einer zügigen Bise wurden wir zu zehnt am Fusse der Roggenflue empfangen. Relativ schnell und ohne grossen Schwierigkeiten erreichen wir den Aussichtspunkt der Roggenflue - und das bei Windstille, was wohl der einzige Augenblick bleiben sollte. Die erhoffte Sicht in die Alpen blieb uns leider verwehrt, aber nach den Regenfällen vom Vortag waren wir mit trockenem Wetter schon mehr als zufrieden.

Wäre die Abfahrt von der Roggenflue hinunter nach Balsthal auch bei trockenen Verhältnissen schon eine Herausforderung an sich, zeigte sich uns diese mit allem möglichen, was eine Abfahrt noch anspruchsvoller machen kann. Schmierig nasse Wurzeln, feuchte Steinplatten und Trails über Wiesen, die wohl eher den Eindruck eines Fahrschülers im Fahrsicherheitstraining denn einer kontrollierten Abfahrt vermittelten. 

Über Brunnersberg erreichten wir in angenehmer Steigung, unterbrochen von einer kurzen Mittagspause, den höchsten Punkt des Tages auf rund 1200müM. Die Bise im Rücken, 600hm feinste Singletrails vor uns liessen wir den "Güggel" links liegen und stürzten uns in die nächsten Singletrails hinunter Richtung Tannmatt. Zu unserem Erstaunen waren hier die Trails "relativ trocken", so dass ein richtiges Flowgefühl aufkam.

Mit jedem Meter wurde die Abfahrt spassiger und das Grinsen auf den Gesichtern breiter. Die teils kniffligen Trails waren nicht nur "Hammer", sondern sie endeten auch an gleichnamiger Ortsbezeichnung unweit Herbetswil. Die letzten flachen Kilometer durch die Balsthaler Klus zurück nach Oensingen nahmen wir zufrieden unter die Räder - mit dem Wissen, dass nach dem wohlverdienten After-Ride-Beer ein schmutziges Bike auf seine Wäsche wartete.


Let's rock on bike - Münti

PS. Die Tour Roggenflue steht im Tourenbuch zum Download bereit.

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